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Lebensführung, Ernährung,
Sport und Meditationstechniken



Ernährung
Verantwortlich für den Inhalt:
Dr. Steffen Wagner,
Schwerpunktpraxis für gynäkologische Onkologie

Die Ernährung sollte möglichst abwechslungsreich sein und aus mög­lichst viel Obst und Gemüse bestehen. An Fetten sollte Oliven- und Rapsöl bevorzugt werden. Mit anderen Fetten sollte man möglichst sparsam sein. Insgesamt sollte man wenig rotes Fleisch (insbesondere geräuchert oder gegrillt) und tierische Fette in den Speiseplan nehmen.

Unter einer Chemotherapie, beispielsweise an Tagen, an denen man sich nicht so wohl fühlt, werden oft mehrere leichte kleine Mahlzeiten besser vertragen.

Entgegen anders lautender Empfehlungen gibt es keine spezielle Krebs­diät, insbesondere bei Brustkrebs. Trotz intensiver Werbung durch die Industrie hat auch die Einnahme von Nahrungs­er­gän­zungs­mitteln (Vitamine, Antioxidantien, Selen, Zink etc.) keinen gesicherten Nutzen. Eine unkontrollierte Einnahme kann sogar schaden, das Krebs­wachstum unter bestimmten Umständen sogar fördern.

Eine ganz wichtige Säule der Lebensführung bei einer Brustkrebs­er­kran­kung ist Sport. Als gesichert gilt, dass regelmäßiger Aus­dauer­sport (z.B. 3x 40 min/Woche) die Lebensqualität steigern und Rezidive verhindern kann.

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Bewegung und Sport in der Krebsnachsorge
Nach Brustoperationen können mehr oder weniger starke körperliche Beeinträchtigungen auftreten. Dazu können unter anderem auch Pro­ble­me des Kreislaufsystems gehören. Um Bewegungseinschränkungen vorzubeugen, wird regelmäßige Gymnastik empfohlen. Um die Er­geb­nis­se der Rehabilitation im Krankenhaus bzw. in einer Rehaklinik zu erhalten, sollten Brustkrebspatientinnen regelmäßig Gymnastik und Sportangebote wahrnehmen.

Warum gibt es diese Angebote?
  • Minderung der Bewegungseinschränkungen
  • Stärkung des Immunsystems
  • Stärkung des Selbstwertgefühls und der Lebensfreude
  • Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Überwinden der Isolation im Team und bei anschließendem geselligem Beisammensein
Was kann man tun?
  • Gymnastik
  • Schwimmen
  • Wandern
  • Spiel
  • Tanz
  • Entspannung
  • Moderates Ausdauertraining
Aktuelle Angebote finden Sie hier.

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Tanz
verantwortlich für den Text zum Thema Tanz:
Dr. Susanne Quinten

Tanztherapie als körperorientierte Psychotherapie hilft Tumorpatienten in ihrem Prozess der emotionalen Krankheitsverarbeitung und körper­lichen Erholung. Ängste und Depressionen können sich verringern, die Lebensqualität wird gesteigert. 

Nach den zum Teil invasiven und aggressiven medizinischen Therapien unterstützt die Tanztherapie:
  • die Veränderungen im Körperbild akzeptieren zu lernen
  • Emotionen im Tanz zum Ausdruck zu bringen und
  • das Selbstvertrauen zu stärken

Das Bewegungsverhalten wird vitaler, die Entspannungsfähigkeit verbessert sich,  die Fähigkeit zur sozialen Interaktion erweitert sich.

Allgemeines zur Tanztherapie
Tanztherapie ist eine körperorientierte Psychotherapie. Sie macht sich die Heilkraft von Tanz, Bewegung und Körperwahrnehmung zunutze, um unter Einbezug therapeutischer Gespräche Erkrankungen vorzu­beugen, zu behandeln und Beeinträchtigungen zu verringern.

Der Tanztherapie liegt ein ganzheitliches Menschenbild zugrunde. Sie arbeitet ressourcenorientiert (Salutogenese-Ansatz) und orientiert sich am bio-psycho-sozialen Modell der Medizin. Dem tanztherapeutischen Handeln liegen theoriegeleitete Konzepte zugrunde, es werden differen­zierte  verbale und nonverbale Methoden und Techniken der Psycho­therapie eingesetzt. Inzwischen liegen wissenschaftliche Forschungs­studien zur Wirksamkeit der Tanztherapie für verschiedene Krankheits­bilder vor.  

Weitere Informationen:

  • Deutsche Gesellschaft für Tanztherapie
  • Praxis für integrative Tanztherapie

    Aktuelle Angebote finden Sie hier.

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    Meditationstechniken

  • Autogenes Training
        Eine durch suggestive Formeln erreichbare „Umschaltung“ des
        psychovegetativen Systems auf tiefe innere Entspannung

  • Progressive Muskelrelaxation nach Jakobson
        Entspannung durch abwechselnd durchgeführte Anspannung
        und Lockerung bestimmter Muskeln

  • Meditation, Yoga u.a.
        Ein Nachsinnen in tiefer Versenkung und innerer Ruhe
        über sich selbst und den Sinn des Lebens

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    Gesundheitstraining nach Simonton
    O. Carl Simonton, ist Facharzt für Strahlenheilkunde und Onkologie und hat sich international einen Namen gemacht als Pionier im medi­zinischen Neuland der psycho- immunologischen Krebstherapie. Das Gesundheitstraining nach Simonton ist ein ganzheitliches Programm, das der Unterstützung und der Aktivierung der natürlichen Selbst­hei­lungs­kräfte dient.

    Es ist ein Angebot für Betroffene und deren Angehörige, das die aktive Mitwirkung der Teilnehmer an der Stärkung ihrer seelischen und kör­per­lichen Abwehrkräfte fördern kann und damit zur Genesung und Ge­sund­erhaltung beiträgt.

    Mit Hilfe von Bewegungs- und Entspannungsübungen, durch Aus­einan­der­set­zung mit Erfahrungen und Gefühlen unseres täglichen Lebens und der Erkrankung, mit Visualisierung und der kreativen Umsetzung können eigene seelische und soziale Quellen entdeckt und aktiviert wer­den. Fragen wie „Wie finde ich Ruhe Kraft?“ oder „Was gibt mir Le­bens­freude und Lebensenergie?“ werden ebenso in den Seminaren be­han­delt wie die Themen „Heilsamer Umgang mit belastenden Gefüh­len“, „Sekundärer Krankheitsgewinn“, „Beziehungen“ oder „Zu­künf­tige Lebensplanung“. 

    Aktuelle Angebote finden Sie hier.

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    Bochumer  Gesundheitstraining
    Das Bochumer Gesundheitstraining ist ein ganzheitliches Trai­nings­pro­gramm, das an der Ruhruniversität Bochum von Prof. Dr. Walter Niesel und dem Diplom-Psychologen Erhard Beitel entwickelt worden ist. Es gründet sich auf kör­per­lich-seelische Zusammenhänge und Gesetz­mäßigkeiten, die in jedem von uns wirksam sind. Unsere körperlichen, seelischen und immun­bio­lo­gischen Vorgänge sind unmittelbar mitein­ander verbunden und sie beeinflussen sich gegenseitig.

    Wir könne allgemein sagen, dass bestimmte Vorstellungen, besonders wenn sie mit Körperentspannung und einer entsprechenden Gefühls­ein­bettung verbunden sind, immer auch eine körperliche Reaktion bzw. Veränderung hervorrufen. Das Bochumer Gesundheitstraining versucht, durch gezielte Übungen diese Gesetzmäßigkeiten in den Dienst der eigenen Gesundheit zu stellen.

    Die fünf wichtigsten Bereiche, die in dieses Trainingsprogramm ge­hö­ren, sind:
    1. das Erlernen eines Entspannungsverfahren
    2. die Vorstellungsübung im Zustand der Entspannung
    3. Auseinandersetzung mit psychologischen Themen
    4. Freude und Spiel
    5. die biologischen Grundlagen: Ernährung, Bewegung, Schlaf
    Ziel dieses Trainings ist auch, mit der durch Krankheit veränderten Le­benssituationen besser umgehen zu können, sich besser kennen zu ler­nen und durch eigenes Mitarbeiten und Üben aktiv die notwendigen Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen, zu fördern und zu unter­stützen.

    Aktuelle Angebote finden Sie hier.



  • zuletzt aktualisiert am 28. Mai 2013

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